Schaffung einer sauberen Umgebung bei der Verabreichung von Impfstoffen

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Es heißt ja mitunter, dass der Endspurt die größte Herausforderung eines jeden Unterfangens darstellt – und genau dort befinden wir uns jetzt. Der Übergang von der Entwicklung, Prüfung und Herstellung von COVID-19-Impfstoffen zur nächsten Phase – dem Transport, der Lagerung und der Verabreichung – bringt neue Herausforderungen mit sich. Auf der ganzen Welt müssen Impfzentren eingerichtet werden, die eine sichere und effiziente Verabreichung von Impfstoffen an eine enorme Anzahl von Menschen ermöglichen. Es gibt viele gute Ressourcen, die Anleitungen zum Einrichten und Überwachen dieser Impfkliniken bieten und sich vor allem auf bewährte Praktiken zur sicheren Lagerung und Verabreichung von Impfstoffen konzentrieren. Aber auch die Hygiene vor Ort ist wichtig – vor allem, wenn wir das Ausmaß und den Umfang von Impfzentren in nichtmedizinischen Einrichtungen berücksichtigen.    

 

Im Folgenden finden Sie sechs Tipps zur Schaffung eines hygienischeren Umfelds für Impfungen:  

  1. Bieten Sie einfache und bedarfsgerechte Schulungen für Hände- und Umfeldhygiene.   
    Wir werden noch viele Monate lang große Impfzentren koordinieren müssen. Das heißt, dass wir neue Mitarbeiter schulen und das Wissen bestehender Mitarbeiter auffrischen müssen. Bewährte Praktiken in Bezug auf Hände- und Umfeldhygiene sollten ein wesentlicher Bestandteil jeder Schulung sein. Präsenz- und Digitaloptionen sowie gedruckte Erinnerungen an Prozesse in der gesamten Einrichtung können den Mitarbeitern helfen, bezüglich der besten Praktiken auf dem Laufenden zu bleiben.   

  2. Planen Sie die richtige Menge an Handseifen und Desinfektionsmitteln ein. 
    Das Personal sollte sich die Hände vor jeder Impfung, zwischen den Patienten, bei jedem Ausziehen der Handschuhe und bei jeder Verschmutzung der Hände waschen oder diese desinfizieren. Stellen Sie sicher, dass genügend Handseife und Desinfektionsmittel vor Ort vorhanden und an den Stellen verfügbar sind, wo sie am meisten benötigt werden. So können Sie deren stärkere Nutzung fördern. 

  3. Stellen Sie Hygienelösungen an den richtigen Stellen zur Verfügung. 
    Sobald Sie eine ausreichende Produktmenge für die Händehygiene zur Verfügung haben, sollten Sie dafür sorgen, dass diese zusammen mit Papiertüchern, Masken und Papierkörben überall im Impfzentrum – sowohl im Personal- als auch im Patientenbereich – leicht zugänglich sind. Jede Impfstation sollte mit Händedesinfektionsmittel für das Personal bestückt sein. Darüber hinaus sollten Sie Händedesinfektionsmittel in den Anmelde-, Warte- und Ruhebereichen für die Patienten platzieren. Flexible Händedesinfektionsmittel im Behandlungsbereich ermöglichen es Ihnen, Händedesinfektionsmittel fast überall unterzubringen. Darüber hinaus haben hochwertige, mit Weichmachern angereicherte Produkte den zusätzlichen Vorteil, dass sie die Hautgesundheit unterstützen und die Gefahr von Hautirritationen bei häufiger Anwendung verringern. Schließlich können Sie Ihre Mitarbeiter mit Händedesinfektionsmittel in kleinen, tragbaren Flaschen ausstatten, so dass sie überall ein Desinfektionsmittel zur Hand haben. 

Wie viel Händedesinfektionsmittel benötige ich?
Obwohl für Ecolab-Produkte mit kontrollierter Dosierung nur ein Pumpenstoß notwendig ist, wird häufig mindestens zweimal gepumpt. Kalkulieren Sie dies mit ein. Wenn Sie also beispielsweise an einem bestimmten Tag 500 Patienten impfen wollen, benötigen Sie wahrscheinlich mindestens 1.000 Dosen an Händedesinfektionsmittel allein für das Personal und weitere 500 Dosen für eine einmalige Händedesinfektion pro Patient. Sie können daher davon ausgehen, dass Sie mindestens 1.500 bis 1.800 Dosen an Händedesinfektionsmittel pro 500 geimpfte Patienten vorrätig haben müssen.

  1. Reinigen und desinfizieren Sie häufig berührte Flächen in regelmäßigen Abständen. 

    Reinigen und desinfizieren Sie die Impfstationen mindestens stündlich sowie zwischen Patienten, Schichten und bei sichtbarer Verschmutzung der Stationen.

  • Reinigen Sie alle Servicebereiche für Patienten, einschließlich der Bereiche für Registrierung, Screening und Überwachung nach der Impfung, regelmäßig anhand eines Reinigungsplans.

  • Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Personal haben und legen Sie klar definierte Verantwortungsbereiche bezüglich Reinigung und Desinfektion fest.

  • Konzentrieren Sie sich auf häufig berührte Gegenstände und Oberflächen wie Theken, Plexiglasabschirmungen, Arbeitsplätze, Tastaturen, Telefone, Stühle, Tische und Türklinken.

  • Angesichts des großen Andrangs und der Forderung nach schneller Abfertigung kann die Reinigung zwischen Patienten und Schichten schwierig erscheinen. Verwenden Sie daher bereits befeuchtete Tücher und gebrauchsfertige Lösungen, die den Zeit- und Arbeitsaufwand für die Reinigung zwischen den Patienten minimieren. So sorgen Sie für Sicherheit und Effizienz beim Durchlauf der Patienten.

  • Am Tagesende bzw. zwischen den Öffnungszeiten muss eine gründliche Terminalreinigung erfolgen. Die Verwendung eines elektrostatischen Sprühflächendesinfektionsmittels mit schneller Abtötungszeit ist eine effektive und effiziente Reinigungsmöglichkeit. Zusätzlich kann durch eine Lösung zur kompletten Dekontaminierung sichergestellt werden, dass der gesamte Bereich gründlich desinfiziert wird und wieder geöffnet werden kann. Das automatisierte Wasserstoffperoxid-Dampfdekontaminationsverfahren unterstützt eine sechsfache sporizide Abtötung (99,9999 % Reduktion) auf allen exponierten Oberflächen in einem Bereich. Das bietet zusätzliche Sicherheit und eliminiert das Risiko menschlicher Fehler während des Desinfektionsprozesses.   

Bioquell ist das Wasserstoffperoxid-Dampfdekontaminationsverfahren von Ecolab.

  1. Verwenden Sie das richtige Desinfektionsmittel für die richtige Einwirkzeit. 
    Verwenden Sie ein Desinfektionsmittel, das eine nachgewiesene Wirksamkeit gegen behüllte Viren gemäß der europäischen Norm EN 14476 aufweist oder auf der Liste N der U.S. EPA für registrierte antimikrobielle Produkte zur Verwendung gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, welches COVID-19 verursacht, steht. Sorgen Sie dafür, dass das gesamte Personal die Einwirkzeit des Desinfektionsmittels kennt und weiß, wie es gemäß den Anweisungen des Herstellers anzuwenden ist. Wenn die Kontaktzeit für ein Produkt z. B. 10 Minuten beträgt, Sie es aber sofort nach dem Auftragen abwischen, wird es das Virus wahrscheinlich nicht wirksam abtöten.  

  2. Kommunizieren Sie regelmäßig, um Vertrauen aufzubauen und Compliance zu gewährleisten. 
    Totale Hygiene ist Teamarbeit, und diese beginnt mit guter Kommunikation. Jeder hat eine Aufgabe zu erfüllen – auch die Patienten. Eine klare Beschilderung und gut geschultes Personal tragen dazu bei, dass sich alle sicher und wohl fühlen und überzeugt sind, dass Sie alles tun, um ein sauberes Umfeld zu gewährleisten.   

    Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen, beim Endspurt im Rennen um das Ende der COVID-19-Pandemie ein hygienisches Umfeld in Ihren Impfzentren zu schaffen. 

Über den Autor

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Linda Homan

RN, BSN, CIC, Sr. Manager Clinical Affairs

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Die Sauberkeit in den Impfzentren ist von höchster Bedeutung für die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern. Laden Sie diese PDF-Datei herunter und erfahren Sie mehr über die wichtigsten Überlegungen bei der Schaffung eines sauberen Umfelds für die Verabreichung von Impfstoffen.